VPN- und Proxyverbindungen in den Arabischen Emiraten per Gesetz verboten?

In den Vereinigten Arabischen Emiraten soll die Nutzung von Proxy- und VPN-Verbindungen innerhalb des Landes per Gesetz verboten werden. Das Gesetz, auf dem das Verbot beruht, ist aber nicht ganz klar. Laut britischem Register und unter Berufung auf Emirates 24/7 News drohen bei einem Verstoß Geldstrafen zwischen 122.000 und 490.000 Euro und auch Gefängnisstrafen sind vorgesehen.

Der Gesetzestext ist nicht ganz klar

Der Gesetzestext ist laut Übersetzung von Register jedoch nicht ganz klar definiert. Es lässt jedoch den Schluss zu, dass Proxy und VPN-Verbindungen in Zukunft verboten werden. Der Passus ist im Rahmen des Gesetzes zur Bekämpfung von Cyber-Kriminalität festgeschrieben worden. Demnach sollen Systeme verboten werden, die es ermöglichen, dass Internetuser die eine Straftat begehen, verschleiert oder verdeckt werden können.

Für ausländische Unternehmen kann das Gesetz zu Problemen führen

Durch Proxy- oder VPN-Server könnten Aktivitäten an der Regierung vorbeigeschleust werden, dadurch könnte auch eine Straftat verschleiert werden. Da es schwierig ist, zu beweisen, dass die Netzwerkverbindungen nur legal benutzt werden, könnte es auch schwer werden, seine Unschuld zu beweisen. Das könnte auch für internationale Unternehmen zu Problemen führen. Da in den Arabischen Emiraten nur wenig Inländer und sehr viele Ausländer wohnen, für die Netzwerke per Proxy oder VPN unternehmenswichtig sind, könnte das Gesetz zu Schwierigkeiten führen.